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Zwei Weihnachtsgänse
© Alfons Pillach

Es zankte sich ein Gänsepaar
– genau zur Weihnachtszeit –
wer von den beiden schöner war
im Gänsefederkleid.

Wie haben beide kokettiert
in ihren Federleibchen,
wie haben sie herumpoussiert,
das Männchen und das Weibchen.

Doch weil als Gans man Federn lässt,
war’s bald vorbei mit Schwofen:
Man holte sie am Weihnachtsfest
gebraten aus dem Ofen.

© Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Vervielfältigungen jeglicher Art nur mit Zustimmung der Rechteinhaber.

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Eva Markert
Ein ganz besonderer Adventskalender
Eine Weihnachtserzählung

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In der Heiligabendnacht
© Alfons Pillach

Draußen fallen kleine Flöckchen
leise auf die Erde nieder,
alle tragen weiße Röckchen,
schweben durch die Weihnachtslieder.

Einsam wohnt in einem Zimmer
eine Mutter mit dem Kind,
ohne Glanz und Weihnachtsschimmer,
weil dafür zu arm sie sind.

Ohne Christbaum in der Ecke,
ohne seiner Lichter Schein,
zugedeckt mit dünner Decke,
schläft der kleine Junge ein.

Dann beginnt des Traumes Reise
durch das Weihnachts-Wunderland,
und dort zieht er seine Kreise
mit dem Christkind an der Hand.

Er bewundert Weihnachtsbäume
und des Christkinds Lockenpracht,
all der vielen Kinder Träume
in der Heiligabendnacht.

Mit dem schönsten Weihnachtsengel
und der Stimmen bestem Chor
bringt das Christkind dann den Bengel
zu des Traumlands Ausgangstor.

Streicht dem Knaben durch die Haare,
sagt ihm leise: Lebe wohl,
bis ich dich im nächsten Jahre
an Weihnachten wieder hol’.

 

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Ein Buchtipp / eBook-Tipp
Weihnachten Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte
Weihnachten
Weihnachtsgeschichten
und Weihnachtsgedichte
Hrsg. Ronald Henss

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Himmlische Erfindungen
© Sabine Ludwigs
 

Vor einigen Jahren, es ist noch gar nicht so lange her, gab es noch keine Inlineskates, Gameboys, Wasserskier oder Snowboards. Und doch freuten sich die Kinder genauso sehr auf Weihnachten, wie es die Kinder heute tun. Sie schrieben auf ihre Wunschzettel:

Liebes Christkind,
ich bin immer brav gewesen und ich wünsche mir ein Paar Skier!
Oder eine Barbie, Schlittschuhe und manchmal auch einen Schlitten. Es gab viele tolle Spielsachen, da war für jeden das passende Geschenk dabei!

Noch eines war zu jener Zeit nicht anders als heute: Es dauerte immer so lange, bis der Weihnachtsabend endlich da war. Die Kinder warteten damals ebenso ungeduldig auf das Christkind wie in unseren Tagen auch. Aber alles Warten hat irgendwann einmal ein Ende.

Kaum hatte Petrus die Himmelspforte geöffnet, kamen auch schon die Engel herbei. Ihre Wangen waren gerötet vor Aufregung. Einige zogen große Schlitten hinter sich her, die voll beladen waren mit den schönsten Weihnachtspäckchen in allen Farben und Größen.

Der alte Petrus stellte sich vor die Engelsschar und rief: „Ihr Lieben, es ist wieder so weit: der Heilige Abend ist da. Ihr wart sehr fleißig und hattet alles zur rechten Zeit fertig. Ich bin mächtig stolz auf meine Engelchen! Nun aber hinunter mit euch, zu den Menschenkindern. Verteilt eure Gaben sorgfältig! Los geht’s!“

So purzelten die Engelchen lachend durch das Himmelstor nach unten oder rodelten auf ihren Schlitten geschickt über die Wolken zur Erde.

Ein weihnachtlicher Wohlgeruch nach Plätzchen, Kerzen und Weihrauch lag in der Luft. Auch der Duft von Tannen breitete sich aus.

Die Kerzen an den Weihnachtsbäumen brannten, der Engelschor sang „Oh du Fröhliche …“ und Petrus ließ es schneien. Frieden erfüllte die Welt. Das Christkind schaute glücklich dem weihnachtlichen Treiben zu.

Die Kinder konnten vor Aufregung nicht stillsitzen. Sie standen vor den Weihnachtszimmern und lauschten auf das silberne Glöckchen, das mit seinem Läuten verkündete: Kommt herein. Das Christkind war da! Die Engel sputeten sich. Schnell flogen sie von Haus zu Haus und legten Geschenke unter die Weihnachtsbäume.

Endlich, als alle Kinder beschenkt und sämtliche Pakete abgeliefert waren, kehrten die Engel müde zurück in den Himmel. Von ihren Wolkenbetten aus sahen sie gerne noch eine Weile dem bunten Treiben auf der Erde zu. Wie schön die Kinder Weihnachtslieder sangen! Wie eifrig sie ihre Päckchen auspackten, und was für eine Freude überall herrschte!

Überall?

Da weinten doch zwei Kinder!

Petrus holte sein großes Fernrohr hervor und sah zu den beiden hinunter. Dann ging er, so schnell er konnte, in die Engel-Notfallzentrale.

Die Engel Ambriel und Muriel hatten Notdienst und sahen erstaunt auf, als Petrus hereingestürmt kam.

„Wir haben einen Notfall!“, rief Petrus. „Zwei Jungen sitzen unter dem Christbaum und weinen. Und das am Heiligen Abend! Das ist eine Katastrophe.“

„Was ist denn passiert?“, fragte Ambriel verwundert.

„Ich weiß es nicht“, antwortete Petrus aufgebracht. „Die Jungen sagen ja kein Wort, sondern weinen nur. Ich fürchte, einer von euch muss sich auf den Weg machen und nach dem Rechten sehen.“

„Gut“, sagte Muriel. „Ich werde fliegen. Gib mir die Adressen und es kann sofort losgehen.“

Petrus gab ihm zwei große silberne Karten, auf denen stand, wo die Kinder wohnten. Ein Junge lebte in den verschneiten Bergen. Der andere in Florida in Amerika, wo die Leute bei herrlichstem Sonnenwetter Weihnachten feiern. Denn so ist das in Florida: dort scheint immer die Sonne.

Der Engel Muriel packte also die riesige Notfalltasche und flog zuerst nach Florida, zu Tom. Der Junge war nach draußen gegangen und saß vor dem Haus am Strand. Die Tränen strömen über sein Gesicht. Neben ihm lag ein langes Weihnachtspaket. Der Engel flog sacht zum dem Kind.

„Warum weinst du denn am Weihnachtsabend?“, fragte Muriel freundlich.

Tom sah den Engel an und sagte: „Ach, lieber Engel, sieh nur, was das Christkind mir zu Weihnachten geschenkt hat. Bestimmt hat es meinen Wunschzettel nicht bekommen.“

Der Engel Muriel warf einen Blick in das Paket und fand darin ein Paar schöner Skier.

„Gefallen sie dir nicht?“, wollte der Engel verwundert wissen. „Sie sind doch ganz wunderbar!“

Tom zeigte auf den Strand, die Boote und das Wasser. „Sie sind wirklich schön, aber ich lebe am Meer! Hier bei uns schneit es nie, wann soll ich da Ski fahren? Ich hatte mir ein Surfbrett gewünscht. Da muss ein Irrtum passiert sein.“

Muriel versteckte die Skistöcke hinter seinem Rücken. „Nein, das ist kein Irrtum, sondern eine neue Erfindung der Engel. Es sind … Wasserskier“, erklärte er nach kurzem Zögern.

„Wasserskier? Davon habe ich noch nie gehört.“ Tom wischte sich die Tränen ab und fragte neugierig: „Wie funktionieren sie denn?“

Der Engel kramte aus der riesigen Notfalltasche ein langes Seil hervor und verstaute die Skistöcke in der Tasche. „Ganz einfach. Komm mit zum Bootssteg“, sagte Muriel. „Wir leihen uns eines der Motorboote aus.“ Er knotete das eine Ende des Seiles am hinteren Teil eines Bootes fest.

„Zieh die Skier an, drücke die Beine stramm durch und halte dich gut an dem Seil fest. Ich werde jetzt mit dem Boot losfahren und dich auf dem Wasser hinterher ziehen.“

Tom sah den Engel Muriel zweifelnd an.

„Nun mach schon“, drängte der Engel. „Du wirst sehen. Es ist einfach himmlisch. Jawohl!“

Gehorsam zog Tom die Skier an und nahm das andere Ende des Seiles fest in die Hände. Muriel startete das Boot, dann ging es los! Er zog den Jungen über das Wasser, der laut lachend auf seinen Wasserskiern stand. Der Engel hatte ganz recht! Es war so herrlich durch das Mondlicht über das Wasser zu sausen! Tom wollte gar nicht mehr aufhören!

Doch schließlich fuhr der Engel Muriel ans Ufer. Als sie an Land waren, nahm der Junge seine Skier samt Strick und bedankte sich bei dem Engel: „Danke! Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk, das ich je bekommen habe. Gut, dass du mir gezeigt hast, wie man damit umgeht.“

Der Engel lächelte nur und Tom rannte überglücklich zu seinen Eltern.

„So, das erste Problem ist gelöst“, dachte Muriel. Dann flog er weiter, zum nächsten Notfall.

Der andere Junge, Andreas, wohnte in einem tief verschneiten Bergdorf.

Als der Engel endlich an seinem Haus ankam, stand der Junge schluchzend am Fenster.

Der Engel klopfte behutsam an die Scheibe. Erstaunt öffnete Andreas das Fenster. Muriel fragte freundlich „Warum weinst du am Heiligen Abend?“

„Das Christkind hat mich bestimmt nicht gern! Es hat mir ein ganz falsches Geschenk gebracht. Ich habe mir neue Skier gewünscht. Bekommen habe ich aber ein Surfbrett zum Wellenreiten. Dabei wohne ich in den Bergen, und nicht am Meer“, antwortete Andreas niedergeschlagen.

Muriel sah erst das Surfbrett und dann den Jungen an.

„Hör auf zu weinen. Das ist kein Irrtum, sondern die neueste Erfindung aus der himmlischen Werkstatt. Sie heißt … sie heißt Snowboard. Und jetzt komm heraus, damit ich dir zeigen kann, wie man damit umgeht.“

Anstatt durch die Haustür zu gehen, kletterte Andreas eilig aus dem Fenster. Dann stellte sich der Engel auf das Wellenbrett und Hui! ging es die schneebedeckten Abhänge hinunter. Was machte es für einen Spaß, so über den Schnee zu flitzen! Schnell hatte Muriel herausgefunden, wie er das Brett mit den Beinen lenken konnte. Was für ein Vergnügen!

Schließlich gab er dem Jungen das Snowboard. Andreas hatte gut aufgepasst. Er glitt einen Abhang hinunter, fiel einmal hin, stand wieder auf und fuhr jauchzend weiter!

Zum Schluss holte Muriel ihn vom Schneehang, um ihn heimzuschicken. Andreas bedankte sich bei dem Engel: „Vielen Dank, lieber Engel. Das ist ein wunderbares Geschenk!“

Muriel nickte schmunzelnd: „Schon gut“, sagte er. „Nun geh rein zu deinen Eltern und wärme dich auf.“

Der Junge rannte selig ins Haus.

„So, Auftrag erledigt“, flüsterte Muriel zufrieden vor sich hin. Der Engel griff sich die Notfalltasche, dann flog er direkt zurück in den Himmel.

Dort wartete Petrus schon auf ihn und das Christkind stand neben ihm!

„Was hast du dir dabei gedacht, du Schlingel? Wasserskier! Snowboard! Wer hat je solchen Unsinn gehört, Muriel! Alle Kinder werden die armen Jungen auslachen“, schimpfte Petrus mit erhobenem Zeigefinger.

„Das glaube ich nicht“, widersprach Muriel. „Ich schätze, wir werden nächstes Jahr eine Menge Wunschzettel bekommen, auf denen als sehnlichster Wunsch Wasserskier oder ein Snowboard stehen.“

Der Petrus schüttelte skeptisch den Kopf, aber das Christkind musste lachen. „Komm einmal her, Muriel. Wieso denkst du das“, wollte es wissen.

„Weil es riesigen Spaß macht, damit zu fahren! Es müssen noch ein paar kleine Verbesserungen vorgenommen werden, aber ich wette, wir werden von nun an jedes Jahr Wasserskier und Snowboards verschenken.“

Und obwohl der alte Petrus das nicht glaubte, geschah es genauso, wie der Engel Muriel es vorhergesagt hatte.

Und so ist es bis zum heutigen Tag geblieben.

Was Muriel, der Erfinder der Wasserskier und Snowboards, sich wohl nächstes Jahr ausdenken wird?

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Wie Heinz, das Wichtelmännchen, mit den Tieren des Waldes den Weihnachtsmann überraschte
© Ingrid Linnenberger

 
Und wieder ist die schöne Weihnachtszeit gekommen. Im Wald ist eine seltsame und geheimnisvolle Stimmung zu spüren. Alle Tiere des Waldes sind nett zueinander und freuen sich auf das Weihnachtsfest. Es liegt Schnee, der in der Sonne glitzert.

Heinz, das Wichtelmännchen, wohnt in einer versteckten Höhle unter der Erde zwischen zwei großen Tannen. Er lebt schon lange hier, fühlt sich recht wohl und er kennt den Wald wie seine Westentasche. Als er an diesem Morgen seine Tür öffnen will, um nach dem Wetter zu sehen, muss er sich sehr anstrengen. Er drückt und stemmt sich mit seinem Gewicht gegen die Tür. Die ganze Nacht hat es geschneit. Vor der Eingangstür liegt eine Menge Schnee. Endlich hat er es geschafft. Die Tür ist auf und er atmet tief die klare Winterluft ein.

„Einen schönen guten Morgen, Heinz!“, ruft Eichhörnchen Willi hoch oben von der Tanne. „Ich habe Neuigkeiten! Heute Morgen, als es hell wurde, war Reni hier; eines der Rentiere vom Weihnachtsmann. Er hat mir erzählt, dass der Weihnachtsmann heute Abend hier vorbeikommt. Er wird mit seinem Schlitten durch unseren Wald fahren, um den Kindern die Geschenke zu bringen!“

Das Wichtelmännchen schaut zu Willi hoch. „Guten Morgen Willi! Was sagst du da? Der Weihnachtsmann soll durch unseren Wald kommen? Dann müssen wir doch allen Bescheid sagen und den Weihnachtsmann willkommen heißen!“

Willi springt von Ast zu Ast von dem Baum herunter, bleibt vor Heinz stehen und sagt dann: „Ich muss unseren Waldbewohnern die freudige Mitteilung überbringen und dann müssen wir überlegen, wie wir den Weihnachtsmann begrüßen wollen.“ Das Eichhörnchen ist sehr aufgeregt. Das Wichtelmännchen gibt Willi den Auftrag, allen Tieren des Waldes mitzuteilen, sie sollen am Mittag zur Waldlichtung kommen. Schließlich ist es eine Sensation, dass der Weihnachtsmann durch ihren Wald kommen wird. Es müssten einige Vorbereitungen getroffen werden.

Willi springt sofort los und informiert alle Tiere. Das Wichtelmännchen geht zurück in seine Wohnung, zündet das Feuer im Kamin an und setzt Wasser auf für eine gute Tasse Tee. Dann nimmt es seine Pfeife steckt sie an und zieht genüsslich daran. Plötzlich klopft es heftig gegen die Tür. Heinz, der sich gerade in seinen Schaukelstuhl setzen wollte, geht leicht verärgert zur Tür und öffnet sie.

Roland, das Kaninchen stürmt in das Zimmer. „Ist das wahr? Kommt der Weihnachtsmann durch unseren Wald? Ich bin ja so aufgeregt, der Weihnachtsmann … Das wird mein schönstes Weihnachtsfest!“ Schnell wärmt sich Roland seine Pfoten am Kamin und verschwindet wieder. Das Wichtelmännchen schüttelt den Kopf.

Das Männlein geht zum Herd und gießt den Tee auf. Er nimmt die Tasse und will zum Schaukelstuhl, als es wieder laut klopft. Heinz stellt die Tasse auf den Tisch und macht die Tür auf. „Jetzt wissen alle bescheid. Wir treffen uns alle auf der Lichtung, wenn es Mittag ist. Hast du auch eine Tasse Tee für mich? Mir ist so kalt!“ Das Eichhörnchen wärmt sich am Kamin seinen langen buschigen Schwanz.

Das Wichtelmännchen reicht Willi eine Tasse Tee und sagt: „Wir haben nicht viel Zeit. Jeder muss mithelfen. Wir werden den Wald schmücken und Weihnachtslieder singen.“

Das Eichhörnchen und das Wichtelmännchen machen Pläne, um den Weihnachtsmann zu überraschen. Am Mittag machen sie sich gemeinsam auf den Weg zur Lichtung. Alle Tiere sind schon versammelt und reden wild durcheinander. Rehe, Kaninchen, Wölfe, Eichhörnchen, Eulen, Füchse, Mäuse und die Vögel … alle sind gekommen, um dem Weihnachtsmann zu überraschen. Alle wollen helfen, den Wald zu schmücken und festlich zu gestalten.

Das Wichtelmännchen stellt sich auf einen Baumstumpf und Willi ruft: „Ruhe! Jetzt seid mal alle still!“ Heinz räuspert sich und beginnt: „Wie ihr wisst, ist heute ein besonderer Tag. Der Weihnachtsmann kommt in unseren Wald. Deshalb wollen wir die Bäume entlang des Waldweges festlich schmücken und wir werden zusammen Weihnachtslieder singen. Der Weihnachtsmann wird mit seinem Schlitten und den Rentieren unterwegs sein, um den Kindern ihre Geschenke zu bringen. Er wird es wohl eilig haben. Aber er soll unseren Wald in guter Erinnerung behalten und darum werden wir ihn königlich empfangen!“

Alle Tiere jubeln und stimmen Heinz zu.

Nun werden die Aufgaben verteilt. Alle Vögel, Eichhörnchen und Eulen werden die Baumwipfel schmücken und alle anderen Tiere den restlichen Teil der Bäume und den Waldboden. Das Wichtelmännchen hat die große Aufgabe, alles zu überwachen und zu kontrollieren.

Dann beginnt das geschäftige Treiben. Im Wald ist es unruhig und laut: ein Flattern, Piepsen, Trampeln, Rufen, Kichern, Schreien, Röhren und Jaulen ist meilenweit zu hören. Alle geben sich große Mühe und beeilen sich.

Heinz, das Wichtelmännchen hat alles unter Kontrolle und ist mit der Arbeit sehr zufrieden. Dann wird es allmählich dunkel. „Ich bin begeistert, Das sieht so festlich aus. Jetzt noch die letzten Lichter an und dann fertig! Wir müssen noch die Weihnachtslieder üben. Wir treffen uns in einer Stunde auf der Lichtung!“ Heinz stimmt schon mal ein Weihnachtslied an und läuft mit seinen kurzen Beinen zur Lichtung.

Auch die Tiere sind sehr zufrieden mit ihrer Arbeit. Ruhig und still treffen sie auf der Lichtung ein. Alle haben so ein Kribbeln im Bauch, so ein eigenartiges Gefühl … es ist Weihnachten und der Weihnachtsmann wird bald kommen!

Das Wichtelmännchen bittet um Ruhe und sagt: „Ich bin sehr zufrieden! Ihr habt sehr gute Arbeit geleistet. Wir werden nun noch die Weihnachtslieder singen und dann kann der Weihnachtsmann kommen!“

Alle singen mit und es klingt sehr schön. So schön haben sie noch nie zusammen gesungen und einigen kamen sogar die Tränen.

Dann verteilen sich die Tiere entlang des Weges und warten. Es ist dunkel geworden und der Waldweg leuchtet in seiner ganzen Pracht. Der Schnee glitzert und die Sterne funkeln am Himmel. Alle sind still und sind in festlicher Stimmung. Da wird die Stille jäh unterbrochen: „Der Weihnachtsmann kommt! Ich sehe ihn! Ihr müsst singen!“ Willi hüpft auf dem Ast hin und her, zeigt in die Richtung des Waldweges und kommt dann schnell vom Baum hinunter.

Das Wichtelmännchen gibt den Einsatz zum Singen und alle Tiere beginnen. Alles ist still im Wald und nur das Singen der Weihnachtslieder ist zu hören. Der Waldweg erstrahlt in einem festlichen Licht und die Tiere sind in feierlicher Stimmung. Dann ist es soweit. Sie hören ein wunderbares Glockengeläut. Der Weihnachtsmann fährt mit seinem Schlitten bewusst langsamer auf dem Waldweg entlang und bewundert die weihnachtliche Pracht. Er hört den Waldtieren beim Singen zu und beginnt dann laut mitzusingen.

Er winkt er den Tieren zu und mit einem lauten „Ho, ho!“ ist der Schlitten in der Dunkelheit verschwunden. Noch immer stehen alle wie angewurzelt da und sind überwältigt. Doch bald sind alle wieder putzmunter und jeder will dem anderen mitteilen, wie er dieses Ereignis empfunden hat. Jetzt wollen sie wie jedes Jahr das Weihnachtsfest auf der Lichtung feiern.

Nach und nach treffen sie dort ein. Für die Tiere und auch das Wichtelmännchen ist es ein ganz besonderes Weihnachtsfest, schließlich bekommt man nicht alle Tage den Weihnachtsmann zu sehen. Fröhlich feiern sie bis tief in die Nacht.

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Eine (andere) Weihnachtsgeschichte von Ingrid Linnenberger gibt es in dem Buch / eBook
Weihnachtsgeschichten
Weihnachtsgeschichten

Dr. Ronald Henss Verlag
ISBN 978-3-9809336-9-0

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Stefan Pölt: Weihnachtsmarkt

lustiges Weihnachtsgedicht – Stefan Pölt – Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt
© Stefan Pölt

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit
ist es wieder mal so weit.
Dann verspürn wir ’nen verstärkten
Drang hin zu den Weihnachtsmärkten.

Dicke Stiefel, warme Mützen
solln uns vor der Kälte schützen
denn wir wolln uns beim Flanieren
schließlich nicht den Arsch abfrieren.

Wie wir durch die Stände laufen
letzte Notgeschenke kaufen
liegt der süße Glühweinduft
recht verlockend in der Luft.

Heißer Glühwein wärmt so gut
mischt sich auch sofort ins Blut.
Darum gibt’s bekanntermaßen
hier die meisten roten Nasen.

Nach der ersten, zweiten Tasse
schmeckt das Zeug noch richtig klasse
und man hört uns Lieder singen
die nicht grad‘ nach Weihnacht klingen.

Nach dem dritten, vierten Becher
mehren sich dann die Versprecher.
Und der Widerspenst’gen Zähmung
scheitert an der Zungenlähmung.

Nach dem fünften, sechsten Schoppen
kann uns schließlich nichts mehr stoppen
als wir zu der Bude schwanken
um noch „Super“ nachzutanken.

Wie wir durch die Stände tingeln
hör ich schon die Glöckchen klingeln
und mein Hirn dreht sich so schnell
wie ein Ketten-Karussell.

Mir erscheint der Nikolaus
der bei tosendem Applaus
mitten auf dem Weihnachtsmarkt
seinen Rentierschlitten parkt.

Tja, ihr Kinder, seht mal an
wie ein ausgewachsner Mann
seines klar’n Verstands beraubt
noch an Weihnachtsmänner glaubt.

Noch mehr Weihnachtsgedichte
Copyrighthinweis: Dieses Gedicht entstammt der Seite Weihnachtsgedichte Weihnachtsmarkt von Stefan Pölt

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Weihnachtsmarkt – Gedicht – Weihnachtsgedicht – Weihnachtsmarktgedicht – Weihnachten – Advent

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Auf dem Weihnachtsmarkt
© Martina Decker

Kleine Buden stehen dicht an dicht
geschmückt mit reichlich Tannengrün
Und mittendrin in hellem Licht
erstrahlt ein Weihnachtsbaum so schön.

Stoffe – zart von Hand gewoben
Kerzen, Schmuck und Kinderkram
Alles das wird feilgeboten
Lockt so viele Menschen an.

Heißer Glühwein wärmt in Stunden
da der Frost gar heftig klirrt
Kinder drehen ihre Runden
auf dem Karussell ganz unbeirrt.

Weiße Flocken tanzen in der Luft
Der Winterzauber ist perfekt
denn neben Zimt- und Glühweinduft
ist nun die Erde weiß bedeckt.

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Eine Weihnachtsgeschichte und ein Weihnachtsgedicht von Martina Decker findet sich auch in den folgenden Büchern

Weihnachtsgedichte
Weihnachtsgedichte
Hrsg. Claudia Sperlich

Weihnachten Weihnachtsgeschichten und Weihnachtsgedichte
Weihnachten
Weihnachtsgeschichten
und Weihnachtsgedichte
Hrsg. Ronald Henss

Weihnachtsgedicht – Gottfried Keller – Weihnachtsmarkt – Weihnachten – Adventsgedicht

Weihnachtsmarkt
Gottfried Keller (1819 -1890)

Welch lustiger Wald um das graue Schloss
Hat sich zusammengefunden,
Ein grünes bewegliches Nadelgehölz,
Von keiner Wurzel gebunden!

Anstatt der warmen Sonne scheint
Das Rauschgold durch die Wipfel;
Hier backt man Kuchen, dort brät man Wurst,
Das Räuchlein zieht um die Gipfel.

Es ist ein fröhliches Leben im Wald,
Das Volk erfüllet die Räume;
Die nie mit Tränen ein Reis gepflanzt,
Die fällen am frohsten die Bäume.

Der eine kauft ein bescheidnes Gewächs
Zu überreichen Geschenken,
Der andre einen gewaltigen Strauch,
Drei Nüsse daran zu henken.

Dort feilscht um ein verkrüppeltes Reis
Ein Weib mit scharfen Waffen:
Der dünne Silberling soll zugleich
Den Baum und die Früchte verschaffen!

Mit glühender Nase schleppt der Lakai
Die schwere Tanne von hinnen,
Das Zöfchen trägt ein Leiterchen nach,
Zu ersteigen die grünen Zinnen.

Und kommt die Nacht, so singt der Wald
Und wiegt sich im Gaslichtscheine;
Bang führt die arme Mutter ihr Kind
Vorüber dem Zauberhaine.

Einst sah ich einen Weihnachtsbaum:
Im düstern Bergesbanne
Stand eisbezuckert auf dem Granit
Die alte Wettertanne.

Und zwischen den Ästen waren schön
Die Sterne aufgegangen,
Am untersten Ast sah ich entsetzt
Die alte Schmidtin hangen.

Hell schien der Mond ihr ins Gesicht,
Das festlich still verkläret;
Weil sie auf der Welt sonst nichts besaß,
Hatte sie sich selbst bescheret.

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eBook-Tipp

Das goldene Weihnachts-eBook
eBook im epub-Format
ISBN 978-3-939937-77-7

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Und hier gibt es mehrere Hundert Weihnachtsgedichte online

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